Welze - stadtfuehrungen

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„Welessen“ lautet die erste überlieferte Namensform in einer Urkunde von 1311, „Welesse“ heißt es später, und seit 1415 tauchen „Weltze(n)“ und „Weel(t)ze“ auf - Formen, die kaum große Probleme bereiten. So weisen alle urkundlich belegten Versionen auf eine ursprüngliche Form „Weles-husen“ oder auf ein ähnliches Wort hin. Noch früher dürfte es „Wales-husen“ oder „Walis-husen“ geheißen haben, wie eine Rekonstruktion ergibt.
Bei der Suche nach der Bedeutung dieser Ortsbezeichnung ist natürlich wiederum von diesen ältesten Formen auszugehen, und wie so oft zeigt sich auch hier eine Kombination von zwei verschiedenen Elementen: Das Wort „Weles-“ oder „Wales-“ als erstes Element, das Wort „-husen“ als zweites. „-husen“ ist nichts anderes als die aus vielen anderen Ortsnamen bekannte Siedlungsbezeichnung „bei, zu den Häusern“, also eine Form, die sich aus „hus“ herleitet, wie „Haus“ auch heute noch im Plattdeutschen heißt.
Für die Form „Weles-“/„Wales“ im Ortsnamen nehmen Sprachforscher einen alten Personennamen an, der „Wal“ gelautet haben könnte. Zusammen genommen ergibt sich für die Bedeutung des Ortsnamens dann „bei, zu den Häusern des Wal“/„bei Wales Häusern“. (Der alte Name „Wal“ ist übrigens in mittelalterlicher Zeit keine Seltenheit gewesen - auch der Gründer und Namensgeber des Klosters „Walsrode“ hieß beispielsweise so.)
Eine andere Möglichkeit wäre, für das erste Element im Namen nicht den Namen einer Person anzunehmen, sondern das mittelalterliche Wort „wal“ für „Kampfplatz“. Da von einem bedeutenden Schlachtfeld in Welze aber nichts überliefert ist - und es hätte schon bedeutend sein müssen, wenn man einen Ort „bei den Häusern des Kampfplatzes“ nennen würde -, erscheint diese Möglichkeit weniger wahrscheinlich.

 
 
 
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