Scharrel - stadtfuehrungen

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Die heutige Schreibweise des Ortsnamens ist relativ jung: erst im 18. Jahrhundert findet sich der Name „Scharrel“ in Urkunden und Registern. „Scharl“ und „Scherl“ hieß es im 16. und 17. Jahrhundert, „Sc(h)erle“ wurde der Ort die vier Jahrhunderte zuvor von der ersten urkundlichen Erwähnung im 13. Jahrhundert an genannt.
Die Deutung des Namens erweist sich als nicht so ganz einfach. Natürlich muss wie immer von den ältesten Formen ausgegangen werden. Hier wurde angenommen, das Wort „Scherle“ enthielte als zweites Element das alte Waldwort „loh“. Nach dieser Deutung könnte der Ortsname dann „Grenzwald“ heißen; in Verbindung mit dem mittelalterlichen plattdeutschen Wort „schar“ (= „Uferböschung“, „Weidegerechtigkeit“) wäre auch eine Bedeutung wie „abgeholztes Waldstück“ möglich.
Sprachforscher geben sich damit jedoch nicht ganz zufrieden, denn bei genauer Berücksichtigung sprachgeschichtlicher Ent-wicklungen und bei Vergleichen mit verwandten Sprachen erscheint es eher unwahrscheinlich, dass das alte Wort „Scherle“ wirklich das Wort „loh“ (in abgeschwächter Form als „le“) enthielte. Wahrscheinlicher ist ein anderes „Anhängsel“, das den Buchstaben „l“ enthielt und eine Art Verkleinerungsform darstellte.
Unter Berücksichtigung dieser Deutung ergäbe sich für den Ortsnamen eine Grundbedeutung wie „kleine, leiche Kante/Böschung“, „kleiner Abhang“, oder vielleicht auch „sanfter Abhang“. Dies erscheint auch von der geographischen Lage her plausibel, wenn auch nicht klar zu entscheiden ist, was nun der Abhang sein könnte. Zum einen liegt der Ort in Bezug auf die Erhöhung Lindenburg an einem langgezogenen Hang, zum anderen aber auch an einer Erhöhung in Bezug auf das Otternhagener Moor.

 
 
 
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