Scharnhorst - stadtfuehrungen

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Zum erstenmal urkundlich erwähnt ist der Ortsname 1254, und bis auf kleine Varianten - „Sc(h)arnhorst“, „Scharnehorst“, „Sche-r(e)nhorst“ - hat er sich seither kaum ge-wandelt. Sprachgeschichtlich sind die „a“/ „e“-Unterschiede gut zu erklären, doch bei der Frage nach der Bedeutung des Namens sind sich Forscher nicht ganz einig.
Ziemlich unumstritten ist wiederum das Element „-horst“ als Grundwort im Ortsnamen. Wie bereits erläutert, als es um „Mecklenhorst“ ging, ist „hurst“ (später „horst“) das geläufige alte niederdeutsche Wort für „Gesträuch“, beziehungsweise eine Bezeichnung für einen bewachsenen kleinen Hügel in einem Sumpf- oder Moorgebiet. Letzteres passt gut zur Lage Scharnhorsts, das wie eine kleine Erhöhung aus der ehemals moorigen Umgebung hervorragt.
Etwas schwieriger ist die genaue Deutung des ersten Elementes im Namen, das Wort „scharn-“. Hier hat es die unterschiedlichsten Lösungsvorschläge gegeben.
So stellt ein Sprachforscher das Wort zu dem aus dem Braunschweigerischen kommenden Begriff „schare“ für „Elster“, was jedoch in Bezug auf das Neustädter Scharnhorst weniger Sinn macht wie weitere vorgeschlagene Deutungen. Zu diesen gehören vornehmlich zwei: „scharn“/ „schern“ könnte auf „scheren“/„Schere“ zurückzuführen sein (in der mittelalterlichen hochdeutschen Bedeutung für „trennen“, „abschneiden“, „abgrenzen“), oder auf das alte plattdeutsche Wort „scharn“ in der Bedeutung für „Dreck“, „Morast“ oder „Mist“.
Am wahrscheinlichsten erscheint hier das Letztgenannte. Setzt man daraus nun „Scharnhorst“ zusammen, so verstärkt sich die Bedeutung, die das Element „horst“ schon mit sich bringt, und es lautet einfach: „Erhebung in morastiger, sumpfiger Umgebung“.

 
 
 
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