Poggenhagen und Moordorf - stadtfuehrungen

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Zum erstenmal urkundlich erwähnt ist der Ortsname „Poggenhagen“ 1312, und das bereits in der Form, die er noch heute hat. In den folgenden Jahrhunderten bleibt er beinahe unverändert, nur eine Urkunde von 1382 schreibt „Poggenkule“. „Poggenhagen“ als Ortsname ist dabei nicht zu trennen von diesem Flurnamen mit dem Grundwort „-kule“, der als solcher ursprünglich eine nicht bewohnte Örtlichkeit außerhalb von Ortschaften bezeichnet. Das Grundwort „-hagen“ im Ortsnamen benennt einfach eine umzäunte Siedlung oder ein umfriedetes Gebiet. Das Wörtchen „-kule“ im Flurnamen ist die mittelalterliche plattdeutsche Form für „Grube“, „Vertiefung“ oder „Loch“, und natürlich geht darauf unser heutiger Begriff „Kuhle“ zurück.
Das sogenannte Bestimmungswort in beiden Namen, das das Grundwort näher bezeichnet - also „Poggen-“ - ist ebenfalls ein altes plattdeutsches Wort und bedeutet nichts anderes als „Frösche“. „Poggenhagen“ meint also eine Siedlung „im Gebiet der Frösche“, und solche gibt es viele in den moor- und flussnahen Feuchtgebieten westlich und östlich des Ortes.
Auch der Bereich des um den heutigen Schiffgraben angesiedelten „Moordorf“, das 1756 als Moorkolonie gegründet wurde, verdankt seinen Namen den örtlichen Gegebenheiten - hier natürlich der Nähe zum Moor, wie aus dem Wort unschwer abzulesen ist. In dieser Kolonie stachen Moorbauernfami-lien Torf und kultivierten das Moor. Erst 1928 wurde das Dorf mit dem Gutsbezirk Poggenhagen zur Gemeinde Poggenhagen zusammengefasst.
Bereits um 1360 ist übrigens ein „Morhof vor der Nyenstad“ (Moorhof vor Neustadt) urkundlich erwähnt. Ob sich dieser offensichtliche Einzelhof im Gebiet des späteren Moordorfes befand, ist jedoch nicht zweifelsfrei zu klären. 1782 ist Moordorf als „Moorhäuser“ erwähnt, 1823 als „Moordorf“.

 
 
 
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