Otternhagen - stadtfuehrungen

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Erstmalig ist der Ort 1215 in einer Urkunde erwähnt, und bis ins 16. Jahrhundert schwanken die Bezeichnungen zwischen „Oterenhagen“, „Uterenhagen“ und „Auterhagen“. Dann macht das „O“ das Rennen, und das zweite unbetonte „e“ fällt weg: „Otternhagen“ bleibt.
Der Ortsname lässt sich wie viele andere in zwei Elemente teilen. Das zweite, das so-genannte Grundwort, lautet einfach „hagen“ und bezeichnet damit nichts anderes als eine „umzäunte Siedlung“. Etwas schwieriger jedoch stellt sich die Suche nach der Bedeutung für das erste Element dar. Daher sind die Schwankungen zwischen „Oteren-, „Uteren-“ und „Auter-“ von großer Wichtigkeit.
Das heute naheliegendste, der „Otter“, scheidet als Möglichkeit zur Namensgebung aus - sprachgeschichtlich und grammatisch passt er nicht in die überlieferten Versionen. Doch etwas anderes erscheint fast ebenso naheliegend. Otternhagen wird als typisches Straßendorf in seiner gesamten Länge von der Auter, einem Nebenfluss der Leine, begleitet. Und tatsächlich: nicht nur an den urkundlichen Belegen, die klar „Auterhagen“ schreiben, ist zu erkennen, dass der Dorfname offenbar auf dem Flussnamen basiert.
Der Flussname als solcher ist allerdings auch für Sprachforscher relativ schwer zu erklären, und Schwierigkeiten macht auch die Frage, warum der Ort nicht „Otterhagen“ heißt statt „Otternhagen“, was plausibler wäre.
Nichtsdestotrotz ist eine einigermaßen schlüssige Herleitung gelungen, bei der Sprachforscher allerdings sehr weit in die Geschichte zurückgehen mussten. Der Name „Auter“ lautete ursprünglich „Oterna“ oder „Otrana“ , sagt diese Herleitung. Der Name ist sehr alt, seine Herkunft reicht mindestens bis in das erste halbe vorchristliche Jahrhundert zurück. Die Bezeichnung „Otternhagen“ für das Dorf meint zumindest - und darüber besteht sowohl bei Sprachforschern als auch bei Heimatkundlern seltene Einigkeit - eine „Siedlung an der Auter“.

 
 
 
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