Nöpke - stadtfuehrungen

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Die ersten urkundlichen Erwähnungen stammen aus der Zeit um 1165 und sehen wie alle alten Namen heute etwas fremd aus: „Niubike“ („iu“ als langes „ü“ gesprochen) und „Nobike“. Bereits im 13. Jahrhundert wird dann das „i“ zum „e“ abgeschwächt und fällt danach im Laufe der Zeit ganz weg. Erst seit etwa Mitte des 18. Jahrhunderts finden wir das „ö“ im Namen, die Form „Nöpke“ also so, wie sie heute noch geschrieben wird.
Für die Deutung des Namens gibt es mehrere Möglichkeiten, und viele Vorschläge wurden gemacht. Wer den alten Namen hört und plattdeutsch spricht, wird sofort an die Möglichkeit „nige-“ (= „neu“) und „-beke“ (= „Bach“) denken.
Auf den ersten Blick klingt das plausibel, der Name hieße dann einfach „Neu-Bach“ oder „neuer Bach“. Für Sprachforscher ergeben sich allerdings sowohl im Falle von „neu“ als auch im Falle von „Bach“ erhebliche Probleme, so dass eine ganz andere Deutung bevorzugt wird.
Im Mittelpunkt der Problematik steht die Frage, welcher Vokal oder Umlaut nach dem „N“ im Worteingang nun tatsächlich der „richtige“ gewesen ist, und vor allem auch, wie er sich sprachgeschichtlich entwickeln konnte. Hier kommen nun weitere Möglichkeiten ins Spiel.
So könnte der Ortsname zum Beispiel sehr gut das alte mittelalterliche plattdeutsche Wort „(h)nub“ für „Hügel“ oder „Erhöhung“ enthalten. Zusammen mit „beke“ (oder der Dialektform „bike“) ließe sich der Name dann sehr gut als „Hügelbach“ deuten.
Gut möglich ist aber auch noch etwas anderes. Das alte Wort „(h)nub“ könnte das Anhängsel „-ika“ enthalten haben, das dazu diente, Verkleinerungsformen von Begriffen zu bilden. Im norddeutschen, niederländischen, friesischen und englischen Raum waren Wörter mit solchen Nachsilben relativ weit verbreitet. Unser heutiges „Nöpke“ hieße dann einfach „kleiner Hügel“ oder „Hügelchen“ - gut denkbar für eine Siedlung in einem Endmoränengebiet

 
 
 
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