Metel - stadtfuehrungen

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In einer Urkunde von 1221 ist der Ort zum erstenmal erwähnt, große Schwankungen in der Überlieferung hat es seither nicht gegeben. Aus dem ersten belegten „Metelen“ und einem etwas später folgenden „Metele“ wurde schließlich „Metel.
Zunächst scheint der Ortsname bei der Frage nach der Bedeutung keine großen Schwierigkeiten zu machen, denn eine Verbindung mit dem plattdeutschen Wort „mede“ für „Wiese“ erscheint erkennbar. Sprachforscher geben sich damit jedoch nicht ganz zufrieden. Eine sprachgeschichtliche und grammatische Rekonstruktion geht von einem sehr viel älteren Wort aus, das für die Namensgebung verantwortlich zeichnen muss.
Problematisch ist dabei, dass jenes alte Wort in den deutschen Sprachen, also sowohl im Platt- als auch im Hochdeutschen, seit mindestens 1.500 Jahren ausgestorben ist. Verwandte Wörter finden sich zwar noch in Begriffen wie „Mett“ (im Sinne von „Mettwurst“), „Maat“ (im Sinne von „Kamerad“, ursprünglich „Essensgenosse“), „Messer“ und sogar „Mus“, doch diese Tatsache macht die sprachgeschichtliche Herleitung nicht viel einfacher.
Das uralte, ausgestorbene Wort, auf dem der Ortsname „Metel“ beruhen müsste, wird von Forschern als „matila“ rekonstruiert. Und wie schon im Falle des Ortsnamens „Empede“ meint hier „uralt“ wirklich uralt: vor rund 3.000 Jahren oder früher dürfte es dieses Wort gegeben haben. Die Bedeutungen dieses alten „matila“ sind vielfältig: „nass triefend“/„vor Nässe triefend“ oder auch „von Fett triefend“/„vollsaftig“ ist, was das Wort einst bezeichnet hat. Für den Ortsnamen „Metel“ kann in diesem Zusammenhang möglicherweise auf den stellenweise vorhandenen hervorragenden Lehmboden verwiesen werden. Viele Namen von Dörfern bezeichnen die nähere Umgebung mit ihrer speziellen Wald- oder Bodenbeschaffenheit, und so scheint die Bedeutung „feucht“ oder „nass“ für „Metel“ nicht abwegig zu sein. In jedem Fall gehört dieser Name zu einer sehr altertümlichen Schicht von Bezeichnungen und weist damit auf eine sehr frühe Besiedlung hin.

 
 
 
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