Mecklenhorst - stadtfuehrungen

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Die allererste urkundliche Erwährung aus der Zeit um 1160 klingt sehr nach einem lustigen Hörfehler des mittelalterlichen Urkundenschrei-bers oder seines Auftraggebers: „Mizelinhust“ nämlich lautet der Eintrag inmitten der Erwähnungen mehrerer Dörfer aus dem Neustädter Umland. In allen weiteren, späteren Urkunden heißt es ausschließlich „Mekelenhorst“ (mit nur geringen Varianten in der Schreibweise), das letztlich zu „Mecklenhorst“ verkürzt wird.
Schwierigkeiten macht dieser überlieferte Name kaum. Wie viele Ortsnamen besteht er aus zwei Teilen: „Mekelen-“ und „-horst“, die jeder für sich eine eigene Bedeutung haben. So ist das zweite Namenselement auf das mittelalterliche plattdeutsche Wort „hurst“ (später „horst“) zurückzuführen, das „Gebüsch“, „Dickicht“, „Gestrüpp“, „Buschwald“ oder „Gehölz“ bedeutet, vereinzelt aber auch eine bewachsene kleine Erhöhung in einem sumpfigen Gebiet bezeichnet.
Im Raum Hannover gehören die mit diesem „horst“-Element gebildeten Ortsnamen zu den häufigsten Namen. (Die heute für das Wort „Horst“ geläufige Bedeutung „Raubvogelnest“, die aus der ostmitteldeutschen Weidmanns-sprache stammt, findet sich im allgemeinen Sprachgebrauch übrigens erst seit dem 18. Jahrhundert.) Auch das erste Namenselement in „Mekelenhorst“ bereitet Sprachforschern keine großen Probleme. Es ist das alte niederdeutsche Wort „mikil“ (später „mekel“) für „groß“. In der Form „Mekelen-“ meint es soviel wie „am großen“ - zusammengesetzt bedeutet „Mekelen-horst“/ „Mecklenhorst“ also „am großen Gesträuch“ und bezieht sich natürlich auf die Siedlung, die dort liegt.

 
 
 
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