Himmelreich - stadtfuehrungen

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Ziemlich „einmalig" stellt sich Himmelreich inmitten der Neustädter Ortsnamen dar, denn als einziger ist der Name nicht in alten, mittelalterlichen Urkunden zu finden, aus denen heraus er dann gedeutet werden muss oder kann. Keine mittelalterliche, platt- oder hochdeutsche Bezeichnung zeigt sich für die Benennung verantwortlich, die dann erst mühsam rekonstruiert werden muss, weil es jene alten Bezeichnungen heute eben längst nicht mehr gibt und auch die einheimischen Sprecher sie nicht mehr erkennen können. Der heutige Ortsteil Himmelreich ist erst relativ spät entstanden, nämlich Mitte des 18.Jahrhunderts. Er war immer eng mit Empede verbunden und nie selbstständige Gemeinde. Die ganz genaue Entstehung des kleinen Ortes und auch die Namensgebung "Himmelreich" lassen sich zeitlich nicht exakt erfassen. Der Ortsname verdankt seine Entstehung aber offenbar einer interessanten Erzählung aus dem 17. oder 18. Jahrhundert: Bremer Fuhrleute, die mit einer Fracht unterwegs waren, mussten auf ihrer Fahrt von und nach Neustadt unwegsames Gelände passieren. Moore, Sandboden und bergige Waldwege machten die Reise mit dem Pferdefuhrwerk nicht unbedingt zu einem "Zuckerschlecken". Morast und umgestürzte Bäume wurden zu nervenaufreibenden Hindernissen. Nachdem die Bremer Fuhrleute vor Neustadt nun die morastigen Wege passiert hatten, endlich wieder auf festen, gut befahrbaren Boden gekommen waren und den Gasthof und das Zollhaus erblickten, riefen sie vor Freude aus (oder sollen das ausgerufen haben): Jetzt sind wi' in'n Himmel!" Die Brücke, die an der Stelle über einen Graben führte, wurde daraufhin "Himmelsbrücke" genannt, die kleine Siedlung "Himmelreich".
 
 
 
Suchen
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü