Hagen - stadtfuehrungen

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Die erste sichere urkundliche Erwähnung des Dorfes stammt von 1231, doch bereits in einer Urkunde aus der Zeit kurz vor 1170 ist ein "Hachen" verzeichnet. (Die Schreibweise "ch", die auch in einigen späteren Urkunden erscheint, weist einfach nur darauf hin, dass das g" als "ch"ausgesprochen wurde - etwas, das auch heute noch im norddeutschen Raum nicht unüblich ist.) Geschichtlich macht das Wort "Hagen" Sprachforschern keine besonderen Probleme. Es ist eine Form und spätere Weiterbildung des mittelalterlichen Wortes "hag", was einfach "Umzäunung", "umzäuntes Grundstück", "umfriedeter Ort", aber auch "Hecke", "Gehege" und "Weideplatz" heißen kann. "Hagen" als Ortsname meint also einfach einen eingezäunten Raum (wörtlich: "zudem umzäunten Gebiet"). Neben dieser simplen Form gibt es das Wort auch in vielen zusammengesetzten Namen im gesamten nord- und westdeutschen Raum; im Neustädter Land zum Beispiel in "Otternhagen" und "Poggenhagen". Allerdings gibt es noch eine weitere mögliche sprachgeschichtliche Deutung. Sie führt "Hagen" auf die zusammengesetzte, alte niederdeutsche Form "hag-hem" zurück (hochdeutsch: hag-heim), die im Laufe der Zeit verkürzt und so zu "hagen" wurde. Das Element  "heim" bezeichnet ursprünglich einen „Ort, wo man sich niederlässt"; im Mittelalter bedeutete es aber auch "Dorf", "Welt", "Haus", "Zuhause" oder "Heimat". Von der Namensbedeutung her ändert sich für das Dorf am Grinderwald jedoch nicht viel, wenn diese Deutung die zutreffende wäre: "Hagen" hieße dann ebenfalls "umzäunter (Wohn-)Ort" oder - noch einfacher "Haus mit Zaun".
 
 
 
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