Empede - stadtfuehrungen

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Wie bei den meisten Dörfern im Neustädter Umland ist auch hier die Siedlung wesentlich älter als die ersten urkundlichen Belege: die sicheren stammen aus der Zeit um 1226 und 1237, wo es Emmede" beziehungsweise ,Embede" heißt. (Dass die Erwähnung ,Emplethe" in einer Marienseer Urkunde von 1215 zu unserem Empede gehört, weisen Forscher inzwischen zurück: sie ordnen diesen Beleg dem Dorf Empelde bei Ronnenberg zu.) Mag es nun dennoch umstritten sein, welcher Beleg zu welchem Dorf gehört, so ist es die Deutung des Namens Empede kaum. Er lässt sich leicht auf die Lage des Dorfes zwischen Leine und Moor beziehen. Das erste Element im Namen, Emp-", ist ein uraltes, vorgermanisches Wort für „Wasser" oder„Regen", nämlich "amb". Und uralt meint hier wirklich uralt: mindestens 3.000 Jahre. Das Wort ist in den frühmittelalterlichen deutschen Sprachen leider nicht mehr erhalten, kann von Sprachforschern aber rekonstruiert werden. Ähnlich verhält es sich mit dem zweiten Element im Namen, nämlich "-ede" oder (als ältereForm) -idi" oder "-ithi". Es kann "Moor" oder "sumpfiges Gelände" bedeuten, aber auch eine besondere geografische Lage bezeichnen, wie etwa die an einem Fluss. Somit wäre "Empede" ganz einfach als "Ort am Wasser“ zu verstehen, oder auch als „Ort zwischen Wasser und Sumpf". Dass der Ortsname nach dieser Deutung älter als 3.000 Jahre sein muss, ist übrigens weniger bemerkenswert, als es zunächst klingen mag: im gesamten nördlichen Gebiet Neustadts weisen archäologische Funde auf eine sehr frühe Besiedlung hin. Spätestens seit der jüngsten Steinzeit dürften hier Menschen gewohnt haben - also seit etwa 4.000 bis 5.000 Jahren.
 
 
 
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