Bordenau - stadtfuehrungen

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Der älteste urkundliche Beleg ist tatsächlich schon sehr alt (und der allerälteste, was die Ortschaften im Neustädter Land betrifft): in einem Text von 889 ist das Dorf zum erstenmal erwähnt - als "Portanaha". Dass diese merkwürdig anmutende Form wirklich unser Bordenau
meint, haben Sprachforscher inzwischen hinreichend bewiesen. Die nächsten Urkunden aus dem 12. und 13. Jahrhundert scheiben dann „Bordenou", "Bordeno" und "Bordenouwe" und unterscheiden sich somit kaum von den moderneren, wo es schon "Bordenau" heißt.
Der Name des Ortes hat für viel Diskussionsstoff gesorgt, und es gibt zahlreiche Deutungen, die letztendlich fast alle möglich erscheinen. An einen Gewässernamen wird beispielsweise gedacht, denn ein Beleg aus dem 18. Jahrhundert schreibt "Bordenau" für einen kleinen Fluss nördlich des Ortes.
Doch weil bei der Frage nach der eigentlichen Bedeutung stets von den ältesten überlieferten Versionen ausgegangen werden muss, sind weitere Deutungen in den Vordergrund gerückt. So ist der Name in zwei Wörter zu unterteilen: "Borden-" und "-au". Letzteres bedeutet
einfach "Land am Wasser" oder Wiese am Gewässer", "Flussniederung". Auch die Endung des ältesten Beleges, das althochdeutsche Wort "aha", meint soviel wie Wasser", "Flusslauf« oder "Gewässer". Dass damit die Leine gemeint ist, dürfte klar sein - Bordenau liegt direkt in deren Niederung.
Nicht ganz so unumstritten ist jedoch das erste Element in der Namensgebung. In dem Wort "bord-" kann das alte mittelalterliche Wort für "Rand" und "Kante" (auch "Uferböschung") gesehen werden - es mag an unser Wort "Borte" erinnern! -; "bord-" kann aber auch auf eine alte Bedeutung für "Schlamm" oder "Furt" zurückzuführen sein, die es früher ebenfalls einmal gegeben hat. Auch die Deutung, "borde" meine einfach nur einen wie auch immer "abgegrenzten Bezirk", ist möglich. "Bordenau" heißt also entweder "Rand/ Böschung am Wasser", "Land/Bezirk am Wasser" oder auch "Sumpfiges/schlammiges Land am Wasser«. So verschieden diese Bedeutungen im Detail auch sein mögen, meinen sie im Ganzen doch fast das Gleiche. Sie beziehen sich auf eine Siedlung am Rande eines Gewässers, und dort ist es von Natur aus sumpfig.
 
 
 
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