Bevensen - stadtfuehrungen

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"Bevessen" lautet der Name in der ersten urkundlichen Erwähnung aus der Zeit um 1153 bis1167, erst 1588 taucht zum erstenmal die Version "Bevensen" auf, die sich als Ortsname seitdem 18. Jahrhundert durchgesetzt hat. Sprachforscher gehen bei der Frage nach der Bedeutungdieses Namens natürlich von den ältesten Formen aus, versuchen allerdings dabei auch, dieWandlung zum "neueren" Ortsnamen zu erklären. Wie bei vielen Dorfbezeichnungen im Neustädter Land enthält "Bevessen"/ "Bevensen" alszweites Element ein verkürztes Wort "husen". Es meint nichts anderes als "bei den Häusern«.Im Laufe der Zeit verkürzte sich "husen" dann zu einem einfachen "-sen". Der ursprünglicheName des Dorfes lautete also "Beveshusen" und enthält im vorderen Teil einen altenPersonennamen.Forscher rekonstruieren daraus "Babi" oder "Bavi«. Ein solcher frühplattdeutscher Kurznameerscheint vereinzelt in frühen mittelalterlichen Urkunden - ein Beweis für seine Existenz alsPersonenbezeichnung. "Beves-husen" heißt demnach schlichtweg "bei den Häusern vonBavi/Babi" (oder einfacher: "bei Babis/Bavis Häusern") und bezieht sich auf den Gründer oderseine Nachkommen.Dass aus "Beves-(hu)sen" irgendwann "Beven-(hu)sen" wurde, ist sprachgeschichtlich nichtsBesonderes. Im Laufe der Zeit änderten sich auch grammatische Gepflogenheiten, sodass eineForm, die grammatisch gesehen eigentlich "falsch" war - nämlich "Beven-husen" -sich mit derZeit als "richtige" durchsetzen konnte. Wären allerdings die "Beven-husen"-Formen die älteren und müsste von ihnen als Grundlageausgegangen werden, so würden Sprachforscher hier nicht den Personennamen "Babi"/"Bavi"rekonstruieren, sondern den Namen "Babo"/"Bavo". Auch die Form "Babo" kommt in altenUrkunden vor; einen solchen Kurznamen hat es in frühmittelalterlicher Zeit im plattdeutschenSprachraum also auch gegeben.
 
 
 
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